Gesundheitswesen
Klinik zeigt internationale Konkurrenzfähigkeit

Die Privatklinik Hirslanden führte die Besucher am Tag der offenen Tür auch ins Herzkatheterlabor. Das Herzzentrum liess sich extern bewerten.

Thomas Röthlin
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«Die Leute wissen nicht so recht, was wir hier eigentlich machen», sagte der Direktor der Hirslanden-Klinik im Aarauer Schachen am Samstagmorgen, als er Besuchergruppen durch die Räumlichkeiten führte. Zum Beispiel durch die 24-Stunden-Notfallstation, «keine Permanence für Bagatellen», betonte Philipp Keller, aber eine nächtliche Entlastung der Hausärzte. 7000 Patienten jährlich machen davon Gebrauch. Oder durch die neue medizinische Klinik mit 45 Betten und einer Palliativ-Abteilung für todkranke Menschen. 8500 stationäre Patienten pro Jahr beherbergt Hirslanden Aarau.

Deren durchschnittliche Aufenthaltsdauer von fünfeinhalb Tagen sei im nationalen Vergleich «sehr kurz», sagte Keller im Hinblick auf die neue Spitalfinanzierung ab 2012, bei der Fallpauschalen zur Wirtschaftlichkeit beitragen sollen. Ein zweites Kriterium für öffentliche Leistungsaufträge ist die Qualität. Dafür bekommen auch Privatspitäler mindestens 55 Prozent ihrer Grundversorgung in Form von Steuergeldern vergütet.

Referate und Demonstrationen

Der Kanton Aargau hat die Hirslanden-Klinik vor bald 20 Jahren exklusiv mit herzchirurgischen Eingriffen beauftragt. Kein Wunder, war die zweite so genannte Gesundheits-Matinée hauptsächlich dem Hirslanden-Herzzentrum gewidmet. Im Herzkatheterlabor zeigten zwei Pflegefachfrauen, wie die Ballondilatation funktioniert. Herzchirurg Wolf Bertschmann referierte über «Bewährtes und Neues» aus seinem Fachgebiet.

Der Leiter des Herzzentrums war es auch, der im Hinblick auf die Qualitätsanforderungen für die aargauische Spitalliste eine externe Bewertung der Hirslanden-Spezialität anregte. Die Klinik liess sich vom John Radcliffe Hospital in Oxford/GB auditieren. «Verglichen mit dem internationalen Standard sind wir absolut konkurrenzfähig», fasst Bertschmann die Ergebnisse zusammen. Mit maximal 250 Eingriffen jährlich sei man zwar ein kleines Institut, beweise sich aber seit 1992.