Muhen

Kein Asylheim: Gemeinde mietet «Waldeck» selbst – mit dem Protest habe dies nichts zu tun

Aus dem Gasthof Waldeck in Muhen wird doch keine Asylunterkunft

Aus dem Gasthof Waldeck in Muhen wird doch keine Asylunterkunft

Der Streit um die geplante Asylunterkunft im ehemaligen Gasthof Waldeck in Muhen ist entschieden. Der Besitzer der Liegenschaft gibt dem Kanton überraschend einen Korb und vermietet das Gebäude per 1. Januar an die Gemeinde.

Diese wird aus der "Waldeck" vorübergehend ein Schulhaus machen. Denn für die Zeit, in der das Schulhaus Süd, die Doppelturnhalle sowie der Kindergarten neu gebaut werden, hätte ohnehin provisorischer Schulraum gefunden werden müssen. 

Protest gegen die geplante Asylunterkunft: Stimmen aus Muhen

Protest gegen die geplante Asylunterkunft: Stimmen aus Muhen

In einer Medienmitteilung heisst es: "Da es dem Gemeinderat zu keinem Zeitpunkt darum ging, die Unterbringung von weiteren Asylbewerbern in Muhen zu verhindern, wird sich der Gemeinderat zur gegebenen Zeit mit dem Departement Gesundheit und Soziales austauschen und entscheiden, ob in der Waldeck oder in anderen Gebäuden Möglichkeiten zur Unterbringung von einzelnen Asylbewerberfamilien bestehen."

Die Opposition gegen die Pläne des Departementes von Susanne Hochuli war gross. Rund 1500 Personen hatten eine Petition gegen die Unterbringung von 60 Asylsuchenden im Gasthof Waldeck unterschrieben.

 

Etwa 500 Mühler hatten zudem an einer Protestveranstaltung mit Fackeln teilgenommen. Die Veranstaltung war harsch kritisiert worden.

Erst in den letzten Tagen hat es eine Gegenbewegung gegeben. Etwa in Form der Petition von Dieter Zaugg auf petitio.ch. Die Petition „Pro Asylunterkunft Waldeck“ wurde bis am Mittwochnachmittag von 221 Personen unterstützt.

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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