Integrationszentrum
Aarau nimmt das grosse Asyl-Heim: Nach langer Suche ist der Standort endlich gefunden

Anstelle des ehemaligen Kantonsschülerhauses an der Rohrerstrasse, das heute als Asylunterkunft genutzt wird, soll bis 2028 ein grosses kantonales Integrationszentrum für bis zu 250 Personen entstehen.

Nadja Rohner
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Das Kantonsschülerhaus (Bildmitte) an der Rohrerstrasse beherbergt schon heute Asylsuchende. Es steht neben dem ehemaligen eidgenössischen Zeughaus (U-Form) und gegenüber dem kantonalen Zeughaus (mit Aussentreppe).

Das Kantonsschülerhaus (Bildmitte) an der Rohrerstrasse beherbergt schon heute Asylsuchende. Es steht neben dem ehemaligen eidgenössischen Zeughaus (U-Form) und gegenüber dem kantonalen Zeughaus (mit Aussentreppe).

Michael Küng

Der Regierungsrat hat laut Medienmitteilung den Standortentscheid für das neu geplante Integratonszentrum Aargau gefällt. Es soll bis 2028 an der Rohrerstrasse in Aarau gebaut werden – dort, wo heute das frühere Kantonsschülerhaus bereits Asylsuchende beherbergt. 250 Personen sollen im geplanten Neubau Platz finden. Laut Mitteilung seien das «Familien und Einzelpersonen mit Bleibeperspektive», also beispielsweise anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene. Im Gegenzug würden in der Stadt Aarau und angrenzenden Gemeinden rund 300 Plätze in kantonalen Asylunterkünften abgebaut.

Das frühere Kantonsschülerhaus.

Das frühere Kantonsschülerhaus.

Michael Küng

Der Aarauer Stadtrat habe «die Bereitschaft zu einer konstruktiven und partnerschaftlichen Zusammenarbeit signalisiert», schreibt der Regierungsrat weiter. Die Aarauer Stadträtin Angelica Cavegn Leitner lässt sich in der Medienmitteilung so zitieren: «Zum erfolgreichen Betrieb des neuen Integrationszentrums erwartet der Stadtrat ein detailliertes Betriebskonzept unter Einbezug des Aussenraums sowie ein umfassendes Sicherheitskonzept.» Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker betont:

«Der Stadt Aarau dürfen durch das neue Integrationszentrum keine zusätzlichen Kosten entstehen.»

Für die Stadt schaut ein guter Deal raus: Im Rössligut-Quartier - also zwischen Rohrerstrasse und der Telli - will der Kanton neue Sportanlagen für die Alte Kanti realisieren. Sie sollen die Anlagen in der Telli ersetzen - wo dann wiederum Platz frei wird für das Oberstufenzentrum, das die Stadt bauen will.

Update folgt..

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