Schlacht von Aarau

Hohe Geldstrafen und ein teilweiser Freispruch für zwei Basler Hooligans

Basler Hooligans vor Gericht

Basler Hooligans vor Gericht

Im Mai 2014 stürmten Basler Hooligans bei der "Schlacht von Aarau" das Brügglifeld und randalierten. Nun standen zwei damals Vermummte vor Gericht. Und wurden teilweise freigesprochen.

Sie vermummten sich und randalierten bei der Schlacht von Aarau auf dem Brügglifeldrasen: Doch in einem Anklagepunkt kommen die zwei Basler Hooligans ohne ein Urteil davon.

Die Bilder der Schlacht von Aarau im Mai 2014 schockierten die Schweiz: Nach dem Abpfiff stand der FC Basel als Schweizer Meister fest. Kurz darauf stürmten vermummte Basler Hooligans den Rasen des Brügglifelds. Sie prügeln auf Aarauer Fans ein, schlagen mit Fahnenstangen um sich. 

Zwei Basler Randalierer haben sich heute Montag vor dem Bezirksgericht Aarau verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, schon beim Fanmarsch teilweise vermummt gewesen zu sein. Wie Fotos belegen würden, seien sie auch aufs Spielfeld gerannt. 

Wie TeleM1 berichtet, haben die zwei Angeklagten vor dem Gericht einen ruhigen Eindruck gemacht. Beide gaben zu, dass sie sich teilweise vermummt haben (teilweise wegen der Kälte) und dass sie auf das Spielfeld gerannt sind. 

Das Bezirksgericht verurteilte die beiden Männer wegen Landesfriedensbruch zu Geldstrafen von bis zu 7800 Franken. 

Keine Strafe erhielten sie wegen des Vermummungsverbots. Die Begründung des Gerichts: Im Stadion gelte kein öffentliches Vermummungsverbot, weil es kein öffentlicher Grund sei. 

Mit diesem Problem hat sich auch schon die Politik befasst. CVP-Grossrätin Theres Lepori forderte schon vor einem Jahr in einem Vorstoss eine Gesetzesverschärfung. 

Erste Stadionverbote nach der Schlacht von Aarau

Erste Stadionverbote nach der Schlacht von Aarau (16. Juli 2014)

Meistgesehen

Artboard 1