Die Kantonspolizei Aargau erwischte am Samstag kurz nach 23.30 Uhr zwei Temposünder bei einer Geschwindigkeitskontrolle im Ausserortsbereich. Auf der Strecke zwischen Suhr und Hunzenschwil gilt die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Ein 20-jähriger Neulenker, ein Schweizer aus dem Bezirk Lenzburg, fuhr mit seinem Audi gemäss Radargerät mit 145 km/h (strafbare Überschreitung von 59 km/h). Der unmittelbar hinter ihm fahrende 22-jährige Türke aus dem Bezirk Kulm fuhr mit seinem BMW 156 km/h schnell (strafbare Überschreitung von 69 km/h). 

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat sogleich eine Strafuntersuchung wegen des sogenannten «Raserartikels» eröffnet. Um als Raser zu gelten, ist ausserorts eine Geschwindigkeitsübertretung von 60 km/h nötig. Gemäss Raserartikel gilt jemand abera uch dann als Raser, wenn er durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht, namentlich durch waghalsiges Überholen oder Teilnahme an einem nicht bewilligten Rennen mit Motorfahrzeugen.

Die beiden Autos wurden beschlagnahmt. Die Kantonspolizei nahm beide Lenker vorläufig fest. Der Führerausweis wurde den Temposündern zu Handen der Administrativbehörde umgehend abgenommen. Laut Kantonspolizei soll die Strafuntersuchung zeigen, wie es zu diesen "Geschwindigkeitsexzessen" kam und ob es sich um ein «Autorennen» handelte. (mon)

Die Polizeibilder vom Juli 2019