Küttigen

Der FC Küttigen hat seinen neuen Kunstrasen eingeweiht

Am Samstag kommentierte er den Meistertitel von YB, am Sonntag weihte er als Festredner den neuen Kunstrasen des FC Küttigen ein: Mario Eggimann, ehemaliger Fussballjunior der Küttiger Gelb-Schwarzen, später Spieler in der Bundesliga sowie der Nationalmannschaft und heute TV-Experte.

Es ist das Wochenende von Gelb-Schwarz. Nach dem Meistertitel von YB am Samstag feierten am Sonntag die anderen Gelb-Schwarzen: der FC Küttigen. Und zwar die Einweihung des Kunstrasenfeldes Ritzer. Beide Male mit dabei: Mario Eggimann, ehemaliger Küttiger Fussballjunior, später Spieler in der Bundesliga und der Nationalmannschaft. Als TV-Experte kommentierte er am Samstag den Meistertitel von YB. Und am Sonntag trat er in Küttigen als Festredner auf.

Küttiger Nationalspieler

Für die Eröffnung des neuen Platzes hätte es keinen Passenderen gegeben als Mario Eggimann (37). Seine erfolgreiche Fussballerkarriere hat hier auf dem Ritzer begonnen. Küttigen ist Eggimanns Heimat. Bis ins Alter von 20 Jahren wohnte er im Dorf. In der Festrede sagte er gestern: «Hier in Küttigen wurde bei mir das Feuer für den Fussball entfacht. Und der Samen gesetzt für die Karriere, die den grössten Teil meines Lebens bestimmt hat.»

Mario Eggimann, beim FC Küttigen gross geworden

«Im Winter kamen Gase herauf, das gab so grüne Flecken im Schnee.»

Mario Eggimann, beim FC Küttigen gross geworden

In Erinnerung geblieben seien ihm vor allem die Menschen: der Trainer, der Platzwart, der Glace-Verkäufer am Kiosk, die Mitspieler. Sie alle hätten ihn motiviert und unterstützt. Dann wies Eggimann auf die Junioren hin, die vor ihm auf dem Boden sassen: «Es ist in diesem Alter, wo sich alles entscheidet. Deshalb: Unterstützt sie, fördert sie, gebt ihnen alles, damit sie es schaffen.»

Der neue Platz sei wichtig, so Eggimann, damit die Spieler auch im Winter gute Bedingungen hätten. Er erinnerte sich an seine Zeit auf dem Ritzer: «Wir trainierten damals noch auf dem hinteren Platz, und im Winter kamen Gase herauf – das gab so grüne Flecken im Schnee.» Es waren Symptome der ehemaligen Abfalldeponie unter dem Fussballplatz.

«Mehr als ein Anliegen des FC»

31 Jahre ist das her – unterdessen hat sich vieles verändert auf dem Ritzer. Dazu sagte Gemeindeammann Tobias Leuthard: «Was mit dem Ritzer zusammenhängt, ist nicht nur ein Anliegen des Klubs, sondern immer untrennbar mit der Sanierung der Deponie verbunden.»

Nun sei die Gemeinde aber auf dem richtigen Weg: Im letzten Jahr wurde auf den betroffenen Spielfeldern ein Drainage-Netz realisiert, das austretende Gase einfängt. «Die Gesundheit der Spieler ist so gewährleistet – und wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt wahr», sagte Gemeindeammann Leuthard.

Ohne Deponie kein Kunstrasen

Polemisch gesagt: Ohne Mülldeponie gäbe es heute wohl gar kein Kunstrasenfeld. Denn weil in der geplanten Kompaktsanierung alle Arbeiten in einer Etappe erledigt werden, muss das ganze hintere Feld gesperrt werden. So entstand die Idee, den früheren Naturrasen in einen Kunstrasen umzuwandeln – als Kompensation für die geringere Kapazität. Und Kapazität braucht der FC Küttigen, schliesslich ist er mit knapp 300 Junioren und 130 Aktiven der drittgrösste Verein im Aargauer Fussballverband.

Seit November 2017 ist der neue Platz in Betrieb, und kaum ein Tag ist vergangen, an dem er nicht genutzt wurde. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. So sagt der 13-jährige Luca, Ca-Junior beim FC Küttigen: «Ich spiele lieber auf dem Kunstrasen, weil er eben ist und keine Löcher hat.»

Match mit FC-Aarau-Legenden

Die Sanierung des Ritzers ist noch lange nicht abgeschlossen, doch ein erster Meilenstein ist geschafft. Das wurde den ganzen Sonntag lang gefeiert: Neben dem Festakt und den Juniorenspielen am Morgen folgte am Nachmittag ein Highlight für alle Fussball-Nostalgiker: das Spiel zwischen den FC-Aarau-Legenden und den FC-Küttigen-Legenden.

Mit dabei waren etwa Ivan Benito, Petar Aleksandrov, Ryszard Komornicki, David Bader und Mirko Pavlicevic, um nur einige zu nennen. Vielleicht ist es der Auftakt zu einer Erfolgsära: Dass Gelb-Schwarz und Kunstrasen einfach zusammenpassen, haben die Young Boys am Samstag endgültig bewiesen.

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