Aarau

Das Fussballstadion darf auch ohne neue Strasse gebaut werden

Was bedeutet der Bundesgerichtsentscheid für den Baustart des neuen Fussballstadions in Aarau? Dies ist die Frage, welche die Bevölkerung nach dem Urteil zu drei Strassenprojekten im Quartier Torfeld Süd in Aarau am meisten beschäftigt.

Nachdem ein Aarauer Beschwerdeführer in Lausanne Recht bekommen hat, muss das Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) seine Beschwerde doch noch behandeln. Im Worst-Case-Szenario ist das neue Stadion von den Auswirkungen dieses Urteils tatsächlich betroffen: Der Bau einer dieser drei Erschliessungsstrassen ist nämlich laut dem Gestaltungsplan fürs Torfeld Süd «zwingend», sobald das Stadion in Betrieb genommen wird.

Shuttlebus wäre Übergangslösung

Wird die sogenannte «Verbindungsspange Buchs Nord» nicht pünktlich fertig, müssen Übergangsmassnahmen ergriffen werden: Der Autoverkehr wird eingeschränkt, der Busverkehr zur Tramhaltestelle Buchs und zum Bahnhof Aarau muss im 10-Minuten-Takt erfolgen. Das Stadion könnte derweil dennoch gebaut werden, das Prozedere hat auf den Spatenstich keine Auswirkung.

Kredite hätten vor dem Volk gute Chancen

Das DVI könnte nun zum Schluss kommen, dass (wie vom Beschwerdeführer gefordert) das Volk über die Erschliessungen abstimmen muss. Dies, wenn man die Strassen als ein Projekt betrachtet, das somit so teuer ist, dass es vors Volk muss. Tritt danach der unwahrscheinliche Fall ein, dass das Volk die Finanzierung der Strasse an der Urne ablehnt, so werden die Übergangsmassnahmen beibehalten. Sie würden zu ewigen Übergangsmassnahmen.

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