Randale

Busse gegen FC Aarau: Was die Liga macht, ist scheinheilig

Der FC Aarau wird mit einer Busse von 40 000 Franken bestraft, weil er als Heimklub die Platzstürmung von vermummten Basler Fans nach dem letzten Meisterschaftsspiel nicht verhindern konnte. Scheinheilig!

Soll da einer reingewaschen werden? Oder wird bei der Swiss Football League ganz einfach geschlampt? Obwohl Dominique Huber, der Sicherheitsverantwortliche der Swiss Football League, laut glaubwürdigen Zeugen mitentschieden habe, dass der Platzsturm der FCB-Fans am 15.Mai im Brügglifeld nicht verhindert werden sollte, erhält der FC Aarau nun genau deswegen 40000 Franken Busse. Zudem wird der Gästesektor im nächsten Heimspiel gegen Basel gesperrt.

Der zweite Vorwurf gegen Huber, in Eigenregie grünes Licht zur Überfüllung des Stadions Brügglifeld gegeben zu haben, wird von der SFL und deren Disziplinarkammer in der Urteilsbegründung totgeschwiegen. Dabei wurde der FC Aarau im vergangenen Sommer in einem vergleichbaren Fall gebüsst: Beim Spiel gegen Luzern waren 8800 statt der erlaubten 8000 Zuschauer im Stadion.

Erteilt die Liga dem FC Aarau schon die Erlaubnis, im altehrwürdigen Brügglifeld seine Heimspiele auszutragen, soll sie bei einem allfälligen Platzsturm ein Auge zudrücken. Gerade nach einem aussergewöhnlichen Ereignis wie am 15. Mai, als sich der FCB in Aarau zum Meister kürte. Auch hier drückt die Scheinheiligkeit der Liga durch: Als der FCA vor gut einem Jahr den Aufstieg in die Super League perfekt machte, stürmten die Fans den Platz. Zwar blieb es friedlich, eine Strafe erhielt der FCA aber nicht.

Die Verlierer sind zum wiederholten Mal die Unschuldigen: Der FC Aarau, die friedlichen Fans des FC Basel – und der Fussball.

Nach dem Schlusspfiff stürmen FCB-Fans das Spielfeld. Einige attackieren FC-Aarau-Fans.

Nach dem Schlusspfiff stürmen FCB-Fans das Spielfeld. Einige attackieren FC-Aarau-Fans.

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