Bahnhof-Krawalle

Aargauer Kantonspolizei veröffentlicht Bilder der gesuchten Hooligans

Die Kantonspolizei Aargau veröffentlicht auf ihrer Homepage Fotos von mutmasslichen Beteiligten der Massenschlägerei unter FCA- und FCZ-Hooligans.

Es geschah am 22. November 2014: Beim Bahnhof Aarau prügelten sich rivalisierende Fussballfans – mindestens ein Beteiligter wurde erheblich verletzt. Dabei entstand auch erheblicher Sachschaden an der Aarauer Bahnhofstrasse (wir berichteten).

FCZ gegen FCA: Massenschlägerei im November 2014 am Bahnhof Aarau.

FCZ gegen FCA: Massenschlägerei am Bahnhof Aarau.

Bislang konnten sieben mutmasslich beteiligte Hooligans ermittelt und verzeigt werden. Um alle zu ermitteln, scheut nun die Kantonspolizei keinen Aufwand und setzt ein Statement gegen Gewalt: Sie hat am Montagmorgen auf ihrer Homepage Fotos von den noch gesuchten Hooligans veröffentlicht (siehe Bilder oben).

Die Kantonspolizei Aargau sucht auf ihrer Webseite nach acht Fussball-Hooligans

Die Kantonspolizei Aargau sucht auf ihrer Webseite nach acht Fussball-Hooligans

In einer Stellungnahme betont die Kantonspolizei, dass bei einer Mitteilung vom 5. Februar 2015 die weiteren Beteiligten aufgerufen wurden, sich zu stellen. Bis heute habe sich aber niemand gemeldet, weshalb nun die Bilder veröffentlicht wurden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Gesichter der abgebildeten Personen von der Kantonspolizei unkenntlich gemacht. Die Betroffenen werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Aargau, Fahndung West in Buchs (Telefon 062 835 80 20) zu melden.

So wollen der FC Aarau und die Kantonspolizei künftig gegen Chaoten vorgehen.

So wollen der FC Aarau und die Kantonspolizei künftig gegen Chaoten vorgehen.

Werden sich die Schläger bis am Montag, 23. Februar 2015, nicht melden, geht die Kantonspolizei einen Schritt weiter. Sie wird dann die Fotos von bis dahin nicht identifizierten Personen ohne Anonymisierung publizieren.

Beim Bahnhof Aarau war am 22. November 2014 gegen 23.30 Uhr eine Massenschlägerei entbrannt. Gemäss Polizei gingen 40 bis 70 junge Männer aufeinander los. Sie waren vermummt und teilweise mit Schlagstöcken bewaffnet.

Bevor die von Passanten alarmierte Polizei eintraf, hatte sich der Tumult aufgelöst. Dabei machten sich etliche Beteiligte unter Lebensgefahr quer über die Bahngeleise aus dem Staub.

FC Aarau ruft Fans auf, Krawallmacher zu filmen – das sagt der eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür.

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Ein Mann verletzt

Zurück blieb ein verletzter 20-jähriger Mann. Er hatte einen Kieferbruch und eine Hirnblutung erlitten. Er befand sich zur Pflege für mehrere Tage im Kantonsspital Aarau.

Gemäss Erkenntnissen der Polizei handelte es sich bei den Schlägern um rivalisierende Anhänger des FCA und des FCZ. Die Zürcher Fans befanden sich in einem Extrazug auf dem Rückweg von Sitten.

In Aarau zog jemand die Notbremse, worauf die FCZ-Fans ausstiegen und auf die bereits wartenden Widersacher trafen. Diese gewalttätige Konfrontation war laut Polizei gezielt vereinbart worden.

Härtere Massnahmen gegen gewaltbereite Fussballfans: Im «TalkTäglich» diskutierten Polizeidirektor Urs Hofmann, FCA-Vizepräsident Roger Geissberger und  Grüne-Grossrat mit Moderator Christian Dorer (von links).

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