Aarau
Zwölf Brauereien sind dabei: Am zweiten Craft Beer Festival gibt es auch Met zum Degustieren

In der Markthalle organisiert der Verein Hopfig am 24. und 25. Juni zum zweiten Mal sein Craft Beer Festival. Zwölf Schweizer Brauereien, darunter der Aarauer «Stadtwächter» und «Buchser Bier», bieten ihre Biere feil. Und: Dieses Mal ist auch Met (Honigwein) mit von der Partie.

Valérie Jost
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Diese fünf stehen hinter dem ersten Craft Beer Festival Aarau (v.l.): Thomas Schurter, Julian Hofmann, Pascal Christinat, Vasco Lacerda und Toni Noser bilden den Verein Hopfig.

Diese fünf stehen hinter dem ersten Craft Beer Festival Aarau (v.l.): Thomas Schurter, Julian Hofmann, Pascal Christinat, Vasco Lacerda und Toni Noser bilden den Verein Hopfig.

zvg/Michael Brack

Es sind fünf Bierliebhaber aus Aarau, die letztes Jahr das erste Aarauer Craft Beer Festival auf die Beine stellten. Nun organisieren sie, die den Vorstand des Vereins Hopfig bilden, am Freitag, 24., und Samstag, 25. Juni, die zweite Ausgabe des Festivals in der Markthalle. «Wir freuen uns sehr, unser Festival dieses Jahr ohne pandemiebedingte Gästebeschränkung durchführen zu können», sagt Vasco Lacerda von «Hopfig».

Er und seine vier Vereinskollegen kennen sich aus der Schulzeit. Die Liebe zum Bier verband sie weiterhin, sie besuchten gemeinsam Bierfestivals – «da kamen wir auf die Idee, auch in Aarau eines auf die Beine zu stellen», so Lacerda. Als mittelgrosse Stadt mit grossem Einzugsgebiet sei Aarau ideal für den Anlass, mit dem sie den kleinen Brauereien in der Region eine Plattform bieten wollen.

«Craft» bedeutet übersetzt «Handwerk». Lacerda erklärt: «Beim Craft Beer geht es um kreatives, experimentierfreudiges Brauen.» So entstünden immer wieder neue und vom traditionellen Lager-Bierstil abweichende Biere. Und obwohl sich Craft Beer wachsender Beliebtheit erfreut und deshalb immer mehr grosse Brauereien auf den Trend aufsteigen, sagt Lacerda: «Oft beginnt das Craft-Brauen als Hobby, etwa mit einer kleinen Anlage in der eigenen Garage.» Mit der Zeit könne es vom Hobby zum Beruf werden, so können mittlerweile einige der zwölf am Festival vertretenen Lokalbrauereien vom Brauen leben.

Von süss bis sauer und von dunkel bis hell

Mindestens drei, meist aber mehr verschiedene Sorten bietet jede der zwölf Brauereien an, darunter findet sich auch der Aarauer «Stadtwächter» und das «Buchser Bier». Das Festivalangebot reicht damit von klassischen Lagerbieren über Amber- und Stout-Biere bis zu Brown Ales oder India Pale Ales. Ebenso weit reichen die Präferenzen der Vorstandsmitglieder: Lacerdas Schweizer Favorit ist das «Malt Capone», ein Schwarzbier der Brauerei La Nebuleuse im waadtländischen Renens. Dunklere Biere oder «Stouts» passen als oft süssliche Biere mit höherem Alkoholgehalt als üblich gut zu Desserts, erklärt der Aarauer.

Doch auch saure Kreationen werden am Festival angeboten, so Lacerda. Etwa von der Brauerei «Metsiederei Eckert»: Alexander Eckert aus Zofingen wird unter anderem leichte, prickelnde und teilweise saure Met (Honigwein) aus dem Hahnen laufen lassen, die eher an Bier erinnern als an Wein.

Der Einfachheit halber kommt am Festival ein Jetonsystem zum Einsatz, so Lacerda: Bezahlt wird das Bier (erhältlich sind jeweils 1,5 oder 3 Deziliter) mit Jetons, die am Eingang zu je einem Franken erworben werden können. Wie viele Jetons das Bier kostet, legen die Brauereien fest. Neben Bier ist dank dreier Imbisswägen auch für Essen gesorgt: Bei «Ada-Lokma» bereitet das Ehepaar Özkan anatolische Spezialitäten zu und Pizza gibt es am Freitag von «Eden-Rock», am Samstag von «Napoli Stories». Dazu kommen Tacos und Quesadillas von «Viva Mexico». Der Online-Vorverkauf fürs Festival hat bereits gestartet. Die Tickets kosten 20 Franken, worin 10 Jetons sowie ein Degustationsglas enthalten sind.