Aarau
Tempo-30-Spitzfindigkeit: Die Tafel war am falschen Ort

Auf der Südallee beim Kantonsspital Aarau war die Versetzung einer Tafel nicht ordentlich aufgelegt worden. Verpasstes wird jetzt nachgeholt – und die Tempo-30-Strecke länger.

Urs Helbling
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Dieses Tempo 30 Schild an der Südallee beim Kantonsspital Aarau muss verschoben werden.

Dieses Tempo 30 Schild an der Südallee beim Kantonsspital Aarau muss verschoben werden.

Urs Helbling / Aargauer Zeitung

Die Südallee ist die Hauptzufahrtsstrasse zum Parkhaus des Kantonsspitals Aarau (KSA). Sie ist bei Autofahrern berüchtigt, weil die Wegfahrt, das Einbiegen in die Suhrer-/Tramstrasse (Aarau/Buchs–Suhr) wegen Rückstaus immer wieder eine stressige Angelegenheit ist. Sie ist aber auch ein Sorgenkind für die, die für die Signalisationen verantwortlich sind: Aktuell läuft wieder ein Auflageverfahren (bis am 22. März). Einem Anwohner war aufgefallen, dass im Rahmen der baustellenbedingten Neuerschliessung des KSA-Areals eine Tempo-30-Tafel um rund 40 Meter verschoben worden ist– ohne dass die Verkehrsanordnung formell richtig publiziert worden war.

Die nicht ordentlich bewilligte Verschiebung erfolgte in Richtung Gönhard-Quartier. Jetzt will die Stadt Nägel mit Köpfen machen, und die Tempo-30-Zonen-Signalistion unmittelbar beim Abzweiger von der Suhrer-/Tramstrasse in die Südallee aufstellen.

Tempo 30 ist in diesem Quartier nichts Neues: Mit dem al- ten Signalstandort gibt’s die Beschränkung schon seit dem Jahr 2005 – und eigentlich fährt kein vernünftiger Mensch auf diesem Strassenabschnitt schneller als mit 30 km/h.

Fussgängerachse auf KSA-Gelände wird gesperrt

Die Südallee sorgte bereits Anfang 2019 für eine kleine Signalisationsposse. Die AZ titelte damals: «Aarau krebst beim Fahrverbot 200 Meter zurück». Es ging um das neue Teilfahrverbot Gönhard. Die Gemeinde Suhr hatte interveniert, weil die Zufahrt in ihre Quartiere durch eine schlechte Signalisation eigentlich verunmöglicht worden war.

Auf dem Areal des Kantonsspitals tut sich verkehrsmässig auch einiges: Dies, weil die Errichtung des definitiven Bauzaunes für den Neubau unmittelbar bevorsteht. In diesen Tagen wird der Durchgang vom Parkhaus am ehemaligen Restaurant vorbei geschlossen. Für Fussgänger gibt’s einen Umweg von mehreren hundert Metern. Ab Mitte März folgen dann auch Änderungen für den motorisierten Verkehr, der auf das Areal will.