Fussball-WM

Aarau rüstet sich mit mehr Personal für den Fan-Aufmarsch am Freitag

Stadträtin Regina Jäggi und friedliche Fans am Aargauerplatz in Aarau nach dem Sieg über Ecuador: «Es ist wichtig, positiv an die Sache heranzugehen. Auch wir wollen, dass die WM ein Fest ist.»

Stadträtin Regina Jäggi und friedliche Fans am Aargauerplatz in Aarau nach dem Sieg über Ecuador: «Es ist wichtig, positiv an die Sache heranzugehen. Auch wir wollen, dass die WM ein Fest ist.»

Genug Personal und viel Toleranz – mit diesem Rezept will Aarau Ausschreitungen nach Schweiz–Frankreich verhindern. Die Stadtpolizei drückt ein Auge zu, sagt Stadträtin Regina Jäggi. Friedliche Autokorsos werden toleriert.

Beim Fussball gehen die Emotionen hoch. Dass das nicht immer gut ist, zeigen die beiden Fälle in Wettingen und Baden, bei denen es nach dem Spiel Schweiz–Ecuador zu Konflikten zwischen der Polizei und Nati-Fans kam. Autokorsos und die damit verbundenen Probleme kann es überall geben – auch in Aarau. Besonders beliebt für Autokorsos ist hier die schnurgerade Bahnhofstrasse. Wie bereitet sich die Stadtpolizei auf den Fanandrang vom kommenden Freitag vor, wenn sich die Schweiz gegen Frankreich behaupten muss?

«Das Personal wird natürlich aufgestockt», hält Stadträtin Regina Jäggi, der die Polizei unterstellt ist, fest. Gemeinsam mit Stadtpolizei-Chef Daniel Ringier habe sie abgesprochen, wie sich die Polizei während der WM verhalten wird. «Wir wollen Verständnis zeigen für die Freude der Fussballfans und drücken auch mal ein Auge zu», so die Stadträtin.

Keine Sperrungen geplant

Autokorsos liesse man so lange laufen, wie sie friedlich seien. «Artet die Situation aus, ist die Polizei gezwungen, einzelne Strassenabschnitte zu sperren und den Verkehr woanders durchzuleiten», so Jäggi. Bis jetzt sei nicht geplant, eine Strasse zu sperren. Korsos erwartet Jäggi an der Bahnhofstrasse und rund um den Aargauerplatz.

Wie schätzt die Stadträtin die Vorfälle in Wettingen und Baden ein? «Wahrscheinlich hat es beiden Parteien an Verständnis gefehlt.» Diesen Fehler versuche man in Aarau zu vermeiden: «Wir probieren, mit Toleranz gegen Ausschreitungen vorzugehen.» Sollte es der eine oder andere Fan dennoch übertreiben, werde die Polizei das Problem im Hintergrund lösen. «Ich gehe nicht davon aus, dass es in Aarau so weit kommt wie in Wettingen oder Baden.»

WM soll Fest sein

Urs Hofmann, Aargauer Justiz- und Polizeidirektor, sagte gestern gegenüber Tele M1: «Ein einfacher Autokorso wird bis eine Stunde nach dem Spielende toleriert. Nachher hat die Polizei die Weisung, solche Umzüge aufzulösen.» Für Stadträtin Jäggi ist klar: «Es ist wichtig, positiv an die Sache heranzugehen. Auch wir wollen, dass die WM ein Fest ist.»

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