Die See- und Flussbäder im Kanton Zürich sind auch dieses Jahr sauber wie eh und je. Das Kantonale Labor Zürich hat in den vergangenen drei Monaten an 67 Badeplätzen an 16 Seen und Weihern sowie drei Flüssen Wasserproben entnommen.

Ausnahmslos jede Probe hat den höchsten Qualitätsstandard erreicht – trotz häufiger Regenfälle. Denn giesst es aus Kübeln, leidet schon mal die Qualität des Badewassers. Entsprechend empfiehlt das Kantonale Labor, insbesondere in Fliessgewässern nach heftigen Regenfällen zwei bis drei Tage mit Baden zu warten. Der Grund dafür sind unter anderem Bakterien, die durch den Regen in die Gewässer geschwemmt werden. Lange überleben sie dort nicht, die UV-Strahlung im Sonnenlicht macht ihnen den Garaus.

Gewässer erholten sich schnell

Diese Saison haben sich Schön- und Schlechtwetterperioden bekanntermassen häufig abgewechselt. Trotz durchzogener Wetterbilanz haben sich die Zürcher Gewässer sehr schnell wieder von leicht erhöhten Bakterienkonzentrationen erholt. «Die Proben stammen alle von Tagen, an denen Badewetter herrschte», sagt Bruno Pacciarelli vom Kantonalen Labor.

Die ausgezeichneten Werte seien aber auch darauf zurückzuführen, dass Badeplätze meist in Flussrichtung vor Kläranlagen liegen und nicht dahinter. Denn die Wasseraufbereitung filtert nicht alle möglichen Krankheitserreger aus dem Wasser. Besonders im Rhein und in der Thur sollte man deshalb nicht unterhalb von Kläranlageabläufen baden.

Bäder in der Stadt Zürich kontrolliert nicht der Kanton, sondern der Städtische Gesundheitsschutz. Dessen Leiter Ferdinand Uehli stellt «seinen» Badeplätzen ein sehr gutes Zeugnis aus. «Wir überprüfen die Wasserqualität regelmässig. Falls sie nicht genügt, würden wir einschreiten», so Uehli. Das sei aber in den vergangenen Jahren nie nötig gewesen.