Der Zürcher Regierungsrat verweigerte vor wenigen Wochen die Genehmigung eines Spurabbaus am Utoquai beim Bellevue im Zentrum der Stadt Zürich. Damit erteilte er der grünen Zürcher Stadträtin Ruth Genner eine Ohrfeige, hatte sie doch stets von regierungsrätlicher Zustimmung gesprochen.

Der Spurabbau war im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Sechseläutenplatzes zwischen Bellevue und Opernhaus vorgesehen und heftig umstritten. Die frei werdende Fläche sollte grösstenteils dem Platz zugeschlagen werden.

Es geht um die Verkehrsachse rechtes Seeufer - Stadt Zürich. Eine von zwei Rechts-Abbiegespuren vom Utoquai in die Schoeckstrasse sollte aufgehoben werden.

Neugestaltung der Sechseläutenplatz

Die Aufhebung der Spur liegt zwar in der Kompetenz des Stadtrates, da aber Staatsstrassen betroffen sind, musste der Stadtrat der Kantonsregierung einen Antrag zur Genehmigung unterbreiten. In den Diskussionen um den Spurabbau vor der Abstimmung über den Umbau des Sechseläutenplatzes hatte Stadträtin Genner erklärt, das kantonale Amt für Verkehr habe grundsätzlich grünes Licht für den Spurabbau erteilt.

Dennoch winkte der Regierungsrat ab. Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) argumentiert vor allem mit der Bedeutung der fraglichen Verkehrsachse. Es sei nicht auszuschliessen, dass es als Folge eines Abbaus einer Abbiegespur zu einem Rückstau auf den Geradeausspuren komme. (sda)