Der Dietiker CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr wollte eine Reaktion auf die in Spitzenzeiten übervollen Züge bewirken und fragte den Regierungsrat an, ob die S-Bahnen nicht durch eine 3.Klasse mit Stehplätzen ergänzt werden könnten, um so die 2.Klasse zu entlasten.

Neue Doppelstockzüge als Lösung

Der Regierungsrat erklärt in seiner Anwort nun, dass der Zürcher Verkehrsverbund ZVV mit neuen S-Bahn-Linien die Kapazitäten auf den Strecken insbesondere in den Hauptverkehrszeiten in den meisten Korridoren deutlich erhöhen könne. Für Entspannung sorge auf stark genutzten Linien ausserdem neues doppelstöckiges Rollmaterial. Dieses wurde angeschafft, um der steigenden Nachfrage im öffentlichen Orts- und Regionalverkehr nachkommen zu können.

Keine Holzklasse

Eine 3.Klasse oder Holzklasse wird vom Regierungsrat als nicht sinnvoll bezeichnet. Die Erfahrungen würden zeigen, dass Rollmaterial mit einer grossen Anzahl an Stehplätzen im Idealfall einstöckig konzipiert ist. Zudem sollten die Wagen über viele Türen verfügen, damit ein rascher Fahrgastwechsel ermöglicht werde. Solches Rollmaterial stehe den Zürcher S-Bahnen nicht zur Verfügung und sei für das geplante Angebot nicht notwendig. Eine zusätzliche Beschaffung, so der Regierungsrat, wäre mit sehr hohen Kosten verbunden und wegen der fehlenden Notwendigkeit nicht wirtschaftlich. (jk)