WM 2018

«Eine Schande»: Rauchender Diego Maradona schimpft über Argentinier

Diego Maradona rauchend im Stadion.

Diego Maradona rauchend im Stadion.

Argentiniens Fussball-Idol raucht während des mageren 1:1 gegen Island im Stadion. Später entschuldigt sich Diego Armando Maradona (57), teilt aber gegen die Spieler aus.

Kleiner Mann, grosse Klappe. War schon immer so, wird sich wohl nie ändern. Diego Armando  Maradona, Argentiniens Fussball-Idol, hat eine klare Meinung zum 1:1 im Gruppenspiel gegen Island. Und er behält sie auch ungern für sich. Das Resultat nennt der 1,65 Meter kleine Mann mit der Vorliebe für grosse Sonnenbrillen im venezolanischen TV schlicht «eine Schande». 

Besonders im Visier der «Hand Gottes»: Trainer Jorge Sampaoli. Er habe den WM-Finalisten von 2014 schlecht auf die grossen und robusten Isländer eingestellt. «Wenn er so spielen lässt, kann er nicht mehr zurück nach Argentinien», resümierte er. Die Spieler nimmt er von seiner Kritik aus. «Ihnen gebe ich keine Schuld, am wenigsten Messi, der alles gegeben hat.»

Rassistische Entgleisung?

Maradonas Erklärung: «Ich habe auch schon mal fünf Elfmeter nacheinander verschossen, ich war danach immer noch Diego Armando Maradona.» Dem fünffachen Vater verzeiht man in Argentinien alles, schliesslich führte er die Südamerikaner 1986 zum zweiten und bisher letzten WM-Titel. Vergessen auch das verunglückte Trainer-Intermezzo von 2010. 

Diego Maradonas Entgleisung

Ob das auch für seine Entgleisungen in Russland gilt? Demnach soll eine Gruppe Koreaner ihn erkannt und ihm zugejubelt haben. Maradona, so die Schilderung einer britischen TV-Moderatorin, winkte, lächelte, warf einen Kussmund herüber – und zog sich dann mit den Fingern die Augen in die Länge, um damit wohl einen asiatischen Menschen darzustellen.

Maradona selber postete nach dem Spiel zunächst ein Foto von sich auf Instagram, das ihn mit Zigarre in der Hand und Sonnenbrille auf der Nase zeigt. Grotesk: Mit dem Bild seines paffenden Alter Ego entschuldigte er sich. «Ich wusste wirklich nicht, dass man im Stadion nicht rauchen darf. Ich entschuldige mich aufrichtig bei jedem und den Organisatoren.»

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