Patrick Brunner, Trainer der Gäste, war am Samstag das Geburtstagskind. Dietikon-Urdorf hatte aber grosse Lust, ihm diesen zu vermiesen. Es sollte halbwegs gelingen. 

Wenige Tore bis zur Pause 

Nach einigen Spielminuten deutete aber alles auf einen Wettinger Sieg hin. 0:3 und 1:4 stand es. Und das, obwohl die Abwehr des Heimteams nicht schlecht stand. Es wurde hart aber fair zugelangt. Das Hauptproblem lag in der Offensive. Zu oft scheiterte man am gegnerischen Schlussmann Frank Riechsteiner. Auch die ersten drei Siebenmeterwürfe fanden den Weg ins Tor nicht.

Dennoch fand Dietikon-Urdorf irgendwann über den Kampf den Weg ins Spiel. Bis zur Pause konnte man den Schaden in Grenzen halten. Es stand nur gerade 7:8. Ein Zeichen, dass es beiden Offensivabteilungen nicht gelungen ist, auf Betriebstemperatur zu kommen. 

Daniel Burla: Der Spielgestalter erzielte gegen Wettingen 7 Tore.

Daniel Burla: Der Spielgestalter erzielte gegen Wettingen 7 Tore.

Torhüter im Hoch 

In der zweiten Hälfte blieb die Partie umkämpft. Wettingen spielte die zweite Welle nicht so schlecht, erzeugte viel Druck. Aber Dietikon-Urdorf versuchte immer wieder, das Ganze zu unterbinden. Einige Aktionen waren am Rande der Legalität, einige Male liess sich aber Dani Eggenschwiler auch etwas gar leicht nach hinten fallen.

Währenddessen lieferten sich Crippa und Riechsteiner ein Privatduell. Welcher der beiden Torhüter hat am Schluss mehr Paraden auf dem persönlichen Konto? So könnte das Spiel, in welchen die beiden mitwirkten, geheissen haben. Crippa hatte am Schluss 53% abgewehrte Bälle, Riechsteiners Quote dürfte ähnlich hoch gewesen sein. 

Eggenschwilers Sohn analysiert treffend 

So blieb die Partie eng, kurz vor Schluss ging der HCDU mit dem Tor zum 18:17 erstmals in Führung, wurde dann aber doch wieder etwas zu nervös und vertändelte ein, zwei Bälle leichtsinnig.

Im letzten Angriff schaffte Wettingen bei angezeigtem Passivspiel die erneute Führung, welche aber Francesco Biffiger mit seinem dritten Treffer wieder ausglich. Die Partie endete 21:21, worauf Nils, Sohn von Wettingens Kreisläufer Marco Eggenschwiler wohl die passendste Analyse hatte. «Ich finde, das Unentschieden ist gerecht, oder?!» Ja, Nils, du hast recht. 

Jan Sedlacek war mit der Partie seiner Schützlinge nur bedingt zufrieden. In der Defensive habe er gute Sachen gesehen. Dennoch ist noch immer nicht alles Gold, was glänzt. Die Angriffsauswertung - insbesondere die 1-gegen-1-Situationen mit dem Torhüter - müssen dringend verbessert werden. Denn die nächsten Gegner sind nicht gerade einfach.

Am 22. Januar kommt der HC Einsiedeln nach Dietikon in die Stadthalle und am 4. März reisen die Limmattaler nach Frauenfeld zum Ligafavoriten.

Aufstellung

HCDU mit: Crippa; Anderegg (2), F. Biffiger (3), Brandt (1), Burla (7/2), A. Delay (2), T. Delay, Imhof (1), Jäger (4), Jossi, Michalko (1), Röthlisberger. Agarkov und Reymond nicht eingesetzt.