Handball
Aktualisiert am 06.02.12, um 07:58 von Raphael Biermayr
 

Dietikon-Urdorf schockt den Leader in letzter Sekunde

Claude Bruggmann (in Blau) bestreitet gegen Kreuzlingen sein erstes Heimspiel für den HCDU seit 14 Jahren.bier
Dank eines beherzten Auftritts knöpft der HCDU dem Favoriten Kreuzlingen in der 1. Liga einen Zähler ab. Beim 23:23 zeichneten sich die Defensive sowie ein neues «Trio Grande» in der Offensive aus. von Raphael Biermayr
 

Chefsache. Claude Bruggmann schreitet in der 59. Minute zum Siebenmeterpunkt. Der HCDU-Trainer täuscht dreimal an; Kreuzlingen-Torwart Lukas Buff pariert; Bruggmann trifft im Nachschuss zum 22:22. Die wenigen Zuschauer in der Stadthalle hält es nicht mehr auf ihren Sitzen. Dietikon-Urdorf ist auf dem Weg,
eine grosse Überraschung zu landen.

Ausgleich in letzter Sekunde

Weiter gehts mit der Dramatik. 59:37 Minuten auf der Uhr. Kreuzlingen-Topskorer Peter Schramm trifft den Pfosten, Flügel Manuel Fehr setzt zum Nachschuss an, wird von Daniel Imhof gefoult; Siebenmeter. Gabor Fülöp trifft ins hohe Eck zum 22:23. 59:48 Minuten auf der Uhr.

Letzter Angriff für Dietikon-Urdorf. Imhof übernimmt die Verantwortung, schliesst ab, Lesko pariert. Imhof springt so hoch er nur kann, kommt tatsächlich an den Ball – und schiesst mit seinem zehnten Treffer zum 23:23 ein. 59:58 Minuten auf der Uhr. Aus. Jubel in seltener Intensität belebt die triste Halle. Ähnlich laut ist er rund eine Dreiviertelstunde zuvor erklungen, als Imhof mit der Pausensirene von der Mittellinie per Ablenker zum 12:12 getroffen hat.

Mit Mut zum Unentschieden

Es war ein grosser Abend der Limmattaler in einem hochstehenden Match. Die Gastgeber liessen sich von der anfänglichen Dominanz des Leaders nicht beeindrucken, sie deckten mit fortlaufender Dauer frecher und härter, zu Beginn bis Mitte der zweiten Halbzeit gar mit einer 4:2-Formation am eigenen Kreis. Im Verbund mit dem sich steigernden Torwart
Josip Katicic bildete die Defensive die Grundlage für die Überraschung. Vorn überzeugte neben Imhof der ebenfalls durchspielende Luzi Tiefenauer. Nach Bruggmanns Selbsteinwechslungen – jeweils während der letzten Minuten – war der HCDU den Gästen im Rückraum ebenbürtig.

«Wir haben uns diesen Punkt verdient», sagte der Trainer, der nach seinem Debüt in der Vorwoche offensichtlich Gefallen an der Rolle des Spielertrainers gefunden hat.

(az)
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