Wer würde sich nicht gerne einmal wie ein Nati-Spieler fühlen? Einige Juniorinnen und Junioren von Unihockey Limmattal durften dieses Gefühl letzte Woche erleben, kam doch David Jansson, der mit der Schweiz an den letzten Weltmeisterschaften die Bronzemedaille geholt hatte, für ein Training in der Sporthalle Unterrohr vorbei.

Von Beginn weg merkte man Jansson an, dass es für ihn ein echtes Bedürfnis ist, auch mit dem Nachwuchs zu trainieren. «Ich komme aus Schweden, seit eineinhalb Jahren bin ich aber auch Schweizer», stellte er gleich zu Beginn des Trainings klar. Und deshalb sei es ihm wichtig, dass seine Vorstellungen auch schon an der Basis umgesetzt werden könnten.

Mit seiner Idee vom «360-Grad»-Unihockey zog er die Limmattaler sogleich in seinen Bann. Konzentriert folgten sie seinen Ausführungen und versuchten dann das Gezeigte sofort umzusetzen. «Von dieser Disziplin können wir sonst im Training nur träumen», meinte D-Juniorentrainer Saluz, der das Spezialtraining aufgegleist hatte, augenzwinkernd.

Trainingsspiel als Höhepunkt

Nach dem Ballführen standen Passübungen auf dem Programm, danach auch noch Schussübungen. Jansson erklärte alles geduldig, liess die Übungen ausführen und griff ab und zu korrigierend ein. Höhepunkt war dann das interne Trainingsspiel, bei welchem es sich der Nationaltrainer nicht nehmen liess, selber mitzuspielen. Nur zu gerne hätten die Jugendlichen ihn einmal umdribbelt, aber da Jansson gemäss eigenen Aussagen «zwar schon etwas älter, aber immer noch ziemlich gut» war, erwies sich dieses Unterfangen als aussichtslos.

Dafür gab es dann nach dem Training noch für alle ein persönliches Erinnerungsfoto und zahlreiche Autogramme. Egal, ob Schuhe, Stöcke, Trinkflaschen, Shirts oder Stocktaschen, alles musste signiert werden.

Einmal mehr war das Spezialtraining ein voller Erfolg. «Es geht ja bei diesen Trainings nicht nur um die Ausbildung der Kids, sondern auch um den Event als solchen. Wenn du den Jugendlichen in die Gesichter siehst und ihre Begeisterung spürst, dann weisst du, dass das für sie ein unvergessliches Erlebnis ist», zieht Saluz Bilanz.