Fürstlich kehrten die Dietiker vor zwei Wochen aus dem Ländle zurück ins Limmattal. Nach drei bitteren Niederlagen zu Beginn der Saison konnte der FC Dietikon erstmals Punkte ergattern. Gestärkt von diesem 2:1-Sieg, ging es am Samstagabend nach Zürich Altstetten. Gegen den FC Kosova hätte im Kantonsderby der nächste Streich folgen sollen.

Dass der Konjunktiv aber nicht der Indikativ ist, sondern die sogenannte Möglichkeitsform, bekamen nun auch jene Dietiker zu spüren, die seit Jahren keine Grammatikstunde mehr besucht hatten.

Dietikons Stürmer Luca Dimita schildert die Partie spontan als „gruusiges Spiel“. Das, nachdem seine Mannschaft in der ersten Halbzeit verdientermassen mit 1:0 in Führung ging.

Teamstark, angriffsbereit, aufbauend

In der ersten Halbzeit war von Dimitas Ekelgedanken kaum etwas zu sehen. Höchstens die Effizienz im Abschluss hätte besser sein können, landeten doch einige Angriffe – hauptsächlich über Rechts lanciert – erbärmlich ungefährlich im Aus. Bis zur 44. Minute, als Dietikons Nummer 18, Dejan Miljkovic, den Ball einlenken konnte. Mit dieser Führung gingen die Dietiker dann auch in die Pause.

Zweifel an Erhalt der Führung

Ob die Limmattaler diese Führung durchzuziehen vermochten, warf bereits beim zweiten Anpfiff erste Fragezeichen auf. Mit diesen bedeckten die ersten Wolken den Himmel über der Sportanlage Buchern.

Beide Mannschaften kehrten zwar mit ambitioniertem Power-Fussball zurück aufs Spielfeld, trotz-dem stimmte bei den Dietikern nicht mehr viel zusammen. Sie leisteten sich viele unnötige Fouls, die zu gefährlichen Freistössen für die Gegner resultierten. Auch Spielaufbau war in der zweiten Hälfte Mangelware. So kickte Dietikon-Goalie Christian Baumgartner den Ball oft weit und steil in die Luft, anstatt ihn mal einem Verteidiger zuzuspielen, der dann Weiteres hätte einleiten können.

Die Kosovaren drückten immer mehr auf den Ausgleich, sodass Nesret Ljimani in der 73. Minute ein Ausrufezeichen setzen konnte und per Kopf zum 1:1-Ausgleich traf. Die Luft war aber längstens noch nicht draussen, dafür sorgte auch Petrus, der gegen Ende der Partie einen kalten Wind über den Rasen fegen liess.

Den Kampfgeist nochmals angefeuert

Obwohl nun beide Mannschaften im Kampf um den Sieg noch einen Gang höher schalteten, blieb das Unentschieden als Schlussresultat bestehen. Dies konnte auch die beherzigte Aktion von Kosova-Torhüter Giovanni Proietti nicht mehr ändern, als er flink wie ein Hase in der Nachspielzeit nach vorne stürmte.

„Jeder wollte Einzelaktionen durchführen, wir konnten keine Ruhe ins Spiel bringen“, fasst Dimita die zweite Halbzeit in Worte. Trotzdem sieht er das Remis als verdient an. Ist es auch, wenn man bedenkt, dass beide Mannschaften je eine Halbzeit dominieren konnten.

Doch wie kann der FC Dietikon dem Tabellenkeller (Platz 12) verlassen? Dimita bleibt dazu eigent-lich nur zu sagen: „Wir müssen nächste Woche daheim gegen Thalwil einen Dreier einfahren!“ Im-merhin fällt bei seiner Aussage die Möglichkeitsform weg.

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FCD