Zum Abschluss des Handball-Jahres hat sich der HC Dietikon-Urdorf noch eine Niederlage eingefangen. Am Samstag verloren die Limmattaler im Muotatal mit 30:34. Und das, obwohl sie nach der ersten Hälfte noch mit zwei Toren Unterschied in Führung lagen. «Wenn man so knapp verliert, fuchst einen das schon», gibt Routinier Luzi Tiefenauer zu.

Das 30:34 ist ein symptomatisches Resultat für den HCDU in dieser Saison, in welcher der Verein gegen die meisten Mannschaften zumindest mithalten kann.

Einzig gegen Spitzenreiter Stans kassierten die Limmattaler mit 22:39 eine deutliche Niederlage. Allerdings gilt Stans als Aufstiegsfavorit und hat alle seine zwölf bisherigen Partien gewonnen.

Ganz anders die Situation beim Aufsteiger HCDU. Die Niederlage gegen Muotathal war die sechste in der laufenden Saison. Damit haben die Limmattaler die Hälfte ihrer zwölf Partien in dieser Spielzeit verloren.

«Wir haben aber auch gegen starke Gegner aus der oberen Tableauhälfte gespielt», gibt Tiefenauer zu bedenken. Derzeit belegt der HCDU in der Tabelle den siebten Platz. Gerade mal ein Punkt trennt ihn vom Strich. Keine einfache Situation, in die sich die Limmattaler manövriert haben.

Wendepunkt gegen Frick

Und eine, die wohl vermeidbar gewesen wäre. Denn vor dem Spiel in Frick stand der HCDU mit vier Siegen in Serie ganz gut da – man hatte die direkten Konkurrenten Einsiedeln und Pilatus geschlagen und konnte sich in der Tabelle gegen oben orientieren.

Dann folgte die Partie gegen Frick, ein Spiel, in dem der HCDU lange Zeit geführt hatte – und das er angesichts des Spielverlaufs eigentlich hätte gewinnen müssen. Stattdessen musste er am Schluss doch noch den Ausgleich hinnehmen. Der Ärger war gross bei den Limmattalern, und es schien, als hätten sie mehr als ein Spiel verloren.

Denn das Unentschieden bedeutete nicht nur das Ende ihrer Siegesserie, es markierte auch einen Wendepunkt in der laufenden Saison. Seither konnte der HCDU keine Partie mehr gewinnen.

Auffällig dabei ist, dass der HCDU jeweils gut in die Partie kommt, dann aber nachlässt. Gegen Wohlen zu Hause musste das Team nach einer guten Startviertelstunde bis zur Pause noch einen 2-Tore-Rückstand hinnehmen.

Am Schluss gewannen die Gäste mit 37:33. Und gegen Olten hielt der HCDU in der ersten Halbzeit gut mit, zeigte dann aber einen schwachen zweiten Durchgang und verlor am Ende mit 23:29.

Nun also dasselbe Phänomen gegen Muotathal. Wie kommt das? «Ich weiss nicht, was der Grund dafür ist», sagt Tiefenauer. «Es könnte mit Nervosität zu tun haben, es könnte aber auch sein, dass uns gegen Schluss die Luft ausgeht.»

Das Ziel: «Nicht absteigen»

So oder so wollen Tiefenauer und seine Teamkollegen daran arbeiten, dass sie im kommenden Jahr eine Führung halten können. «Wir stehen ja nicht schlecht da, wir sind auf dem siebten Platz, und das ist unser Ziel: Nicht abzusteigen», sagt Tiefenauer.

«Wenn wir am Ende der Saison immer noch auf Rang 7 stehen, bin ich zufrieden.» Dass dem HCDU das gelingen wird, daran zweifelt Tiefenauer nicht. «Wir haben genug Qualität in der Mannschaft», sagt er. «Zudem stimmt der Mix aus älteren und jungen Spielern, und die Stimmung ist auch gut.»