Vier Punkte trennen sie damit vom Rang, der den Ligaerhalt sichert – das erklärte Saisonziel der «Stiere».

Und trotzdem: Die Urdorfer können mit dem bisherigen Saisonverlauf nur bedingt zufrieden sein. Selbst wenn sie in der letzten Partie der Hinrunde zu Hause gegen Luzern noch gewinnen sollten, steht jetzt schon fest, dass sie die Rückrunde von einem Abstiegsplatz aus in Angriff nehmen werden.

«Mit der Tabellensituation bin ich natürlich nicht zufrieden», gibt Urdorf-Trainer Jürg Brügger zu, «auch wenn noch nichts verloren ist. Aber wir müssten im Prinzip weiter oben stehen.»

Das grosse Problem der Urdorfer ist nach wie vor die Effizienz. «Wir sind vor dem Tor zu wenig kaltblütig», stellt Trainer Jürg Brügger fest. «Wir haben viele Spiele knapp verloren, und wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, hätten wir diese Spiele gewonnen.»

Brügger führt als Beispiel die letzte Partie gegen Schaffhausen an, welche die Limmattaler mit 1:2 verloren. «Zwei Tore kann man in einem Eishockeyspiel ja kassieren, das ist normal», sagt Brügger. «Aber wir sollten dann entsprechend auch drei, vier Tore schiessen, und die Chancen dazu hatten wir.»

Dass sein Team sich wenigstens Torchancen erspielt, wertet Brügger als gutes Zeichen. «Die Spieler haben in den bisherigen Partien alles gegeben», lobt Brügger. «Wir können mit den anderen Mannschaften mithalten.»

Genau von dieser Tatsache zeigt sich der Urdorfer Trainer überrascht. «Ich hätte eher gedacht, dass die Saison auf eine Zweiklassengesellschaft hinauslaufen würde», sagt er. Schliesslich seien in seinem Team einige junge Spieler aktiv, die eben ihre Zeit bräuchten. «Aber in dieser Liga kann wirklich jeder jeden schlagen», sagt der Urdorfer Trainer. «Das gibt uns Hoffnung.»

Hoffnung geben Brügger auch die beiden Siege gegen Bassersdorf und Zug, die bisher einzigen nach der regulären Spielzeit. Die Freude sei bei den Spielern riesig gewesen, sagt der Urdorfer Coach. «Aber es war nicht so, dass wir in diesen Spielen viel besser gewesen wären als in den anderen, die wir verloren haben.»

Das Gute sei, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft trotz der acht Niederlagen in elf Partien immer gut gewesen sei. «Das spricht für den Charakter der Mannschaft.»

Hoffen auf Sieg

Nun stehen Urdorf zwei wegweisende Partien bevor. Am Samstag spielen die «Stiere» zu Hause gegen den Tabellensiebten Luzern, am 9. Januar folgt die Partie gegen Bellinzona, das gegenwärtig den achten Platz belegt. Sollte Urdorf gegen Luzern gewinnen und Bellinzona verlieren, könnten die Limmattaler mit einem Sieg am 9. Januar Bellinzona auf Platz 9 verdrängen.

«Wir hätten schon in der ersten Partie gegen Bellinzona gewinnen sollen», beklagt Brügger. «Aber das Glück war nicht auf unserer Seite.» Diesmal wollen es die «Stiere» besser machen, und zwar nicht nur, um in der Tabelle nach oben zu kommen, sondern auch, um Zug abzuhängen. «Zug hat mehr Möglichkeiten als wir», sagt Brügger und warnt: «Wir müssen auch auf die Zuger aufpassen.»

Nervös ist Brügger jedoch – zumindest vorläufig – noch nicht. «Wir befinden uns eigentlich seit Beginn der Saison im Abstiegskampf», meint er gelassen. Es scheint, als hätten sich die Urdorfer damit abgefunden.