Der Startschuss erfolgte wiederum exakt um Mitternacht: Während die Kirchenglocken das neue Jahr einläuteten, sind die insgesamt 979 gemeldeten Läuferinnen und Läufer bei der Schlieremer Sporthalle Unterrohr auf die 10,55 Kilometer langen Runden entlang der Limmat geschickt worden.

Die Sportler konnten beim Jahreswechsel von optimalen, trockenen Laufbedingungen profitieren. Wie immer mussten die Teilnehmer nicht nur fit sein, sondern auch technisch entsprechend ausgerüstet sein. Die Laufstrecke zur Werdinsel und zurück war – mit Ausnahme vieler Finnenkerzen – nicht beleuchtet. In der Ausschreibung zum Rennen hiess es denn auch: «Das Tragen von Stirnlampen wird empfohlen.»

Der Neujahrsmarathon hat auch bei seiner zwölften Austragung diverse Bestmarken gesetzt. Die 979 Läuferinnen und Läufer bedeuteten einen neuen Rekord: Rund 20 Prozent mehr Sportler haben den Lauf unter die Füsse genommen. Und die Sieger der verschiedenen Kategorien haben ebenfalls eine Bestmarke gesetzt: Sie wurden, da das Jahr ja noch nicht alt war, in die Jahresweltbestenlisten des Weltleichtathletikverbands IAAF aufgenommen.

Bei den Männern siegte David Jeker, der die 42,195 Kilometer lange Strecke in 2 Stunden, 42 Minuten zurücklegte. Der Kanadier hatte erst zwei Tage vor dem Anlass vom Nachtrennen gehört – und sich spontan für einen Start entschieden. Bei den Frauen errang Astrid Müller-Amstad aus Russikon den Sieg; mit 3:06 Stunden lief sie bei ihrer fünften Teilnahme den fünften Sieg heraus.

Die beiden Schlieremer Jahresweltbestleistungen hatten einen Tag bestand; am 2. Januar liefen die Siegerin und der Sieger des Xiamen-Marathons dann noch etwas schneller ein. (AZ)