Auf dem roten Band ist links der türkische Halbmond abgebildet, rechts das Schweizer Kreuz. Dazwischen steht in Grossbuchstaben: Freundschaft. Genau darum ging es letztlich am Begegnungsfest, das am Samstag beim Stadthaus in Dietikon stattfand. «Es soll ein Ort der Begegnung sein», sagt Priska Alldis, Integrationsbeauftragte der Stadt Dietikon und Mitglied des Integrationsforums, welches das Fest organisiert hatte.

Samosas, Volksmusik und Tänze

Und alle kamen sie: Italiener, Kroaten, Tamilen, Türken, Afrikaner, Schweizer und viele mehr. «Das schöne Wetter spielt gut mit», freut sich Alldis. Jung und Alt sitzen zusammen an den Festbänken und geniessen die kulinarischen Spezialitäten. «Ich würde unbedingt den Bulgursalat probieren», empfiehlt Fatma Okur einer Besucherin. Daneben bieten die Kroaten gefüllte Paprika an, die Tamilen würzige Samosas und der Pilzverein Dietikon frisches Pilzrisotto.

«Vor zwei Jahren haben wir das Fest schon einmal veranstaltet», sagt Alldis. Damals seien aber wesentlich weniger Leute gekommen. Dieses Mal hätte das Integrationsforum verstärkt Werbung gemacht. Nebst dem Kulinarischen bietet das Fest auch musikalisch ein vielfältiges Programm. «Alle Musiker spielen zu einem symbolischen Preis. Mit einem Budget von 2000 Franken liegt nicht viel drin», sagt Alldis. Es freue sie deshalb umso mehr, dass die Bands zugesagt haben.

Aus dem Stadthaus dringen elektronische Bässe. Rapper Giuseppe Sonetto springt energiegeladen über die Bühne. Zuvor spielte der Limmattaler Jugendchor «JC Newton», später erfreuen die Dietiker «Limmetchlüppler» das Festpublikum mit lüpfiger Schweizer Volksmusik. Den Abschluss macht der kroatische Kultur- und Kunstverein, der auf dem Stadthausplatz in wunderschönen Kleidern musiziert und tanzt.

«Wir müssen uns öffnen»

Was Integration für sie heisst, erzählen drei Ehrengäste. Der Dietiker Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart hat sogar eine eigene Geschichte geschrieben, die beschreibt, was passiert, wenn die Kirche nicht im Dorf bleiben will. Die Message dahinter: «Wir müssen uns öffnen.»

«Miteinander reden» sieht auch der Soziologe und Berater Ali El Hashash als zentralen Punkt für eine funktionierende multikulturelle Gesellschaft: «Das Zusammenleben fordert Verständigung und Kooperation.» Alt Regierungsrat Markus Notter schliesslich forderte die Menschen auf, über das Miteinander statt über Ausgrenzung ein Gemeinschaftsgefühl zu kreieren.