Dabei hatte die Schliessung dieser Filiale der Raiffeisenbank an der Limmat Ende letzten Oktober die ganze Aargauer Gemeinde in Aufregung versetzt. Die Bewohner können seither nicht nur ihre Bankgeschäfte nicht mehr im Ort erledigen. Sie müssen vor allem auch auf einen Bankautomaten für den Bargeldbezug verzichten.

Valerio Rizzo, Vorsitzender der Bankleitung, hatte damals um Verständnis für die Schliessung geworben. Die Bankschalter hätten aufgrund des vermehrt genutzten E-Bankings als Bargeldbezugsort an Bedeutung verloren. Das hätte sich besonders ausgeprägt in der Bergdietiker Filiale gezeigt, meinte er damals. Warum dann die Schliessung im Bericht keine Erwähnung findet, erklärt Valerio Rizzo folgendermassen: «Beim Geschäftsbericht geht es darum, das Ergebnis des Geschäftsjahres zu präsentieren.»

Digitalisierung

Im Geschäftsbericht der Raiffeisenbank an der Limmat, vorgelegt von Rizzo und Verwaltungsratspräsident Max Hirzel, heisst es, dass das Jahr 2016 ganz im Zeichen der Digitalisierung stand. Immer mehr Bankdienstleistungen würden nun digital angeboten. Der Bericht nennt als Beispiele das Bezahlen mit dem Smartphone, eine neue Spenden-Plattform und die Online-Hypothek.

Gerade bei den Hypothekarausleihungen freut sich die Bank über ein starkes Wachstum. Dieses «Kerngeschäft der Genossenschaft» habe sich 2016 über dem Markt entwickelt. Ein 7-prozentiges Plus auf über 504 Millionen Franken konnte sie hier verbuchen.

Kundeneinlagen wachsen

Die Kundeneinlagen wuchsen prozentual sogar noch stärker um über 8 Prozent auf gut 406 Millionen Franken. «Das widerspiegelt das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in Raiffeisen», heisst es im Geschäftsbericht.

Bei den Zinsen steht ein Plus von 2,9 Prozent auf 5,6 Millionen Franken zu Buche; sie trugen damit 81 Prozent des Geschäftsertrags bei. Auch das Handelsgeschäft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein Plus – über 26 Prozent.

Lediglich im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft lag die Bank mit 886 000 Franken und einem Minus von 2,5 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau. Beim Jahresgewinn von 471 000 Franken war ein kräftiges Plus von 111 Prozent zu verzeichnen.