Der 43-Jährige wird als «höchster Fasnächtler» in dieser Saison für den Verein als Aushängeschild fungieren. Seit langem war er ein begehrter Kandidat: «Dreimal wurde ich für das Amt als Schirmherr angefragt, die ersten beiden Male sagte ich nein, weil ich jeweils andere Dinge verfolgen wollte.

Jetzt aber stimmt die Situation für mich», erzählte der Gründer der ETS Installationen sowie der BW Mode erfreut.

Bevor Baders Identität gelüftet wurde, galt es zunächst die «fünfte Jahreszeit» mit viel Getöse zu eröffnen – mit einer Neuerung: Der Muulaffenplatz, auf dem traditionell der Anlass stattfand, hat ausgedient.

Das Epizentrum der Urdorfer Fasnacht ist nun das Embri-Areal. Man wolle damit das Eröffnungsfest und die Ernennung des Schirmherrn verbinden, wie Zeremonienmeister Daniel Leutwiler im Vorfeld erklärte.

Bei schlechtem Wetter könne man auch schnell in den Embri-Saal wechseln. Dieses enttäuschte für einmal nicht, sondern sorgte pünktlich zum Beginn für ein friedliches Schneegestöber, wie es im Buche steht. «Eine Fasnacht ohne Schnee und Kälte ist schliesslich keine richtige», wie Leutwiler sagte.

Es ging «Ab in den Zoo»

Die Fasnächtler strömten in stattlicher Anzahl auf das Areal, auf dem zwei Bars, eine Wurstbude sowie eine Kafi-Stube standen, in welcher das Ländler-Trio «Vom Stöckli-Chrüz» für urchige Unterhaltung sorgte.

Im Embri-Saal selbst kümmerte sich bereits eine Festwirtschaft für das leibliche Wohl. Ganz dem diesjährigen Motto «Ab in den Zoo» entsprechend, gab es einiges Getier zu sehen, auch wenn die meisten Besucher dick eingemummt in ihren üblichen Winterkleidern erschienen.

Nach den obligaten Böllerschüssen ergriff Martin Büchi, erster Präsident der Clique Schäflibach, das Wort und bedankte sich beim Publikum für das zahlreiche Erscheinen.

Zeremonienmeister Leutwiler konnte daraufhin geschickt die Spannung bis zur Ernennung des neuen Schirmherrn aufbauen und lies die eingeladenen Guggen-Kapellen aufspielen, allen voran natürlich die der Clique Schäflibach verbundenen Stiereschränzer, die am Vorabend die Taufe ihrer dritten CD zum 40-Jahre-Jubiläum feierten.

Für weitere Intermezzi sorgten die Notentschalper aus Wallisellen, die Gyre Sümpfer aus Widen und die Bräusi Vögel aus Spreitenbach.

Der König der Löwen

Der langersehnte Moment der Enthüllung brach an, als Thomas Bader im Löwenkostüm das Podium betrat. Die Menge jubelte, als er unter der Wildkatze zum Vorschein kam: «Es ist mir eine grosse Ehre, dieses Amt anzunehmen und ich freue mich auf eine wunderschöne Fasnacht», gab er bekannt.

Nun wird der neue Schirmherr zusammen mit dem Zeremonienmeister die närrische Zeit in der Region in Schwung bringen. Sie beide seien ein tolles Team, «fast wie ein Ehepaar», wie sie sagten: Leutwiler sorge für die Organisation und Bader werde die Clique Schäflibach repräsentieren.