Gute Nachrichten für die Gegner von Lebensmittelverschwendung. Das Urdorfer Food-Waste-Projekt «Aufgetischt statt weggeworfen» baut seine Aktivitäten weiter aus. Wie die Gründerin und Urdorfer GLP-Kantonsrätin Sonja Gehrig in einer Mitteilung schreibt, werden neu drei statt wie bisher zwei Mal pro Woche Lebensmittel aus Urdorfer Geschäften an Bedürftige verteilt.

«Seit Januar holt das Helferteam auch samstags nach Ladenschluss nicht verkaufbare Lebensmittel bei Migros und Coop ab und bringt sie direkt zur Notunterkunft Urdorf», so Gehrig. Die derzeit 70 dort lebenden Asylsuchenden seien dankbar für den Zustupf, da sie von einer Tagespauschale von Fr. 8.50 lebten, heisst es in der Mitteilung.

Bereits bisher wurden Lebensmittel, die an den Verteilaktionen vor der reformierten Kirche keine Abnehmer fanden, noch am selben Abend an die Notunterkunft weitergegeben.

Sechs Tonnen in neun Monaten

Das Food-Waste-Projekt gibt es seit dem 1. April 2015, als Gehrig dieses in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirche Urdorf und freiwilligen Helfern ins Leben rief. Nach Ladenschluss werden Lebensmittel der Urdorfer Filialen von Coop und Migros wie auch der Bäckerei Ghilardi und Grob’s Hofladen abgeholt und an Sozialhilfeempfänger, denen von der Gemeinde eine Bezügerkarte ausgestellt wurde, und an Personen, die Ergänzungsleistungen beziehen, verteilt. In den ersten neun Monaten wurden bereits sechs Tonnen Lebensmittel an Menschen am Existenzminimum verteilt, wie es in der Mitteilung heisst.