Das Frühlingskonzert des Streichorchesters Dietikon stand dieses Jahr im Zeichen der Wiener Klassik. Die rund zwanzig Musiker und Musikerinnen wagten sich in der reformierten Kirche am späten Sonntagnachmittag unter anderem an anspruchsvolle Werke von Antonio Salieri und Wolfgang Amadeus Mozart.

Das Orchester harmoniert mit den beiden jungen Solisten.

Der Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt von zwei Jungtalenten der klassischen Musik. Die beiden hoffnungsvollen Solisten zu hören, werde man sicherlich geniessen können, sagte Dirigent Günther Stückle. So begeisterte Violinistin Hani Song, die bereits international als Solistin auftritt, zusammen mit Samuel Mittag, dem Jungstar aus dem Limmattal, das Publikum. «Ich bin hier in Dietikon aufgewachsen und kenne viele Gesichter im Publikum», sagte der erst 20-jährige Mittag, er stand vor dem Konzert bereits im Eingang, um die Gäste zu begrüssen. Am nächsten Morgen gehe es gleich weiter nach Florenz. «Die klassische Musik und die Viola sind mein Leben und meine Leidenschaft», sagte er.

Orchester konnte sich steigern

Es ist nicht zuletzt diese Plattform für junge Stars, die Beatrice Müller aus Schlieren besonders gut gefällt. Seit rund drei Jahren spielt sie im Orchester mit. Solche Auftritte wie jener vom Sonntag verbinde die verschiedenen Generationen und auch menschlich sei das Orchester genial. Besonders lobte sie den Dirigenten, der mit seiner Art und seinem Können dafür sorgte, dass sich das Orchester musikalisch in den letzten drei Jahren steigern konnte.
Die Möglichkeit für junge Talente, in diesem Rahmen aufzutreten, ist ein wichtiges Ziel des 2011 gegründeten Orchesters. «Im Herbst wird eine Solistin mit Oboe erwartet», verriet Dirigent Günther Stückle zum Schluss.

Violinistin Hani Song feiert bereits internationalen Erfolg.

Christa Jordi spielt Bratsche im Orchester und ist Präsidentin und Gründerin des Streichorchesters. Die beiden Enkeltöchter Luisa und Linn sind zusammen mit ihrem Vater aus Zürich angereist. «Es ist nicht das erste Mal, dass wir einem Konzert des Orchesters beiwohnen und es gefiel uns auch diesmal wieder sehr gut», bestätigen alle.

Zugabe gefordert

«Du müsstest dich langsam entscheiden und beeilen», grinste die 10-Jährige Luisa ihre Schwester Linn an, die sich nach dem Konzert überlegte, ein Instrument zu erlernen. Sie singe bereits in einem Chor, sagt sie. Luisa selbst nimmt Klavierunterricht. Ob die beiden gemeinsam in einem Konzert auftreten wollen, wissen sie noch nicht. Für die Entscheidung, dem Orchester Dietikon beizutreten und somit ein weiteres Instrument zu erlernen, haben die beiden aber gewiss noch lange Zeit. «In unserem Orchester spielen Musiker jeder Altersklasse mit. Ein Streichinstrument zu spielen, gehe auch im Alter gut», sagte Jordi.

Heidi Zweifel genoss zusammen mit Lotti Lacher aus Unterengstringen das Konzert von der ersten Reihe aus. Ihr gefiel Mozart sehr gut und wie jedes Mal sei das Konzert auch in diesem Frühling wieder gelungen. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert und forderte von Hani Song und Samuel Mittag sowie vom Orchester eine Zugabe.