Zürich
Aktualisiert am 23.01.12, um 21:00
 

Zürcher Kantonsrat will Angehörige von Pflegebedürftigen entlasten

Pflegebedürftig (Symbolbild)
Pflegebedürftig (Symbolbild)
Quelle: Keystone
Wer im Kanton Zürich Angehörige zuhause pflegt, soll stärker entlastet werden. Der Kantonsrat hat am Montag ein entsprechendes Postulat der CVP mit 124 zu 38 Stimmen überwiesen. Geprüft werden sollen unter anderem steuerliche Anreize.
 

Wer Angehörige pflege, der leiste «einen substanziellen Beitrag zur Pflege», sagte Postulant Jean-Philippe Pinto (CVP, Volketswil). Gleichzeitig sei es für den Kanton und die Gemeinden möglich, jährlich hohe Gesundheitskosten einzusparen.

Der Regierungsrat solle deshalb eine Gesamtschau vorlegen und aufzeigen, mit welchen Anreizen die Pflege von Angehörigen gefördert und wie die Pflegenden dabei unterstützt werden könnten. Zu denken sei beispielsweise an steuerliche Abzugsmöglichkeiten, Unterstützungs- und Beratungsangebote.

Pflege als Armutsrisiko

Pinto stiess mit seinem Anliegen bei den meisten Parteien auf Unterstützung. Während Ruth Frei-Baumann (SVP, Gibswil) betonte, dass die Pflege von Angehörigen dem Staat Kosten erspare, wies Silvia Seiz-Gut (SP, Zürich) darauf hin, dass es heute noch zu wenig Entlastungsangebote für Angehörige gebe. «Es braucht aber beides: engagierte Angehörige und flexible Institutionen.»

Die Fraktion der Grünen/AL sowie die Grünliberalen lehnten den Vorstoss ab. Wer für die Pflege eines Angehörigen auf ein Erwerbseinkommen verzichte, für den könne die Pflege zum Armutsrisiko werden, sagte Kaspar Bütikofer (AL, Zürich). Auch sei ihm nicht klar, wer steuerlich profitieren solle, der Pflegende oder der Gepflegte.

Für Cyrill von Planta (GLP, Zürich) zielt das Postulat «an der Gesundheitspolitik der Grünliberalen vorbei.» Die Partei setze auf «Selbstverantwortung und Kostenwahrheit.» Er befürchtet, dass neue Geldströme entstehen, die früher oder später zu einer Rente führen könnten. «Dies birgt Missbrauchspotenzial.»

 

(sda)
Brit Awards

Adele zeigt den Mittelfinger: Organisatoren entschuldigen sich Aktualisiert am 22.02.12, um 20:11

Dokumentarfilm

Erklärungen gesucht und Klischees gefunden Aktualisiert um 07:03 von Hans Jürg Zinsli

Afghanistan

Mehrere Tote bei Protesten gegen Koran-Verbrennung in Afghanistan Aktualisiert am 22.02.12, um 20:11

Europa League

Manchester City schaltet den Titelverteidiger aus Aktualisiert am 22.02.12, um 20:00

Snowboard

Zwei Podestplätze für Schweizer Alpinfahrer Aktualisiert am 22.02.12, um 22:16

Leser-Empfehlungen auf Facebook
az-Leser empfehlen: