Bereits zum sechsten Mal bewertete der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) im vergangenen Jahr die Leistungen der SBB. Geachtet wurde auf Pünktlichkeit, Fahrgast-Information im Störungsfall sowie auf Sauberkeit auf Bahnhöfen und in Zügen.
Gut schnitt die SBB in Sachen Pünktlichkeit ab. Die zwölf S-Bahnen, die auf dem Kernnetz des ZVV verkehren, erreichten 126 von 144 möglichen Punkten, wie SBB und ZVV am Donnerstag gemeinsam mitteilten. Damit wurde der Wert des Vorjahres um neun Punkte übertroffen. Für die SBB resultiert deshalb ein Bonus von knapp 500'000 Franken.
Kunden bewerten SBB schlecht
Pro Monat sind maximal zwölf Punkte möglich. Falls in dieser Zeitspanne 95 Prozent der Züge einer S-Bahn-Linie ihr Ziel mit weniger als sechs Minuten Verspätung erreichen, wird ein Punkt gutgeschrieben.
Unverändert schlecht ist Resultat bei der Information im Störungsfall. Diese wird von den Kundinnen und Kunden bewertet. Als Datengrundlage dienen die Resultate der ZVV-Kundenbefragung, die alle zwei Jahre durchgeführt wird (zuletzt: 2010). Das Resultat liegt wie bereits 2010 bei 63 Punkten. Entsprechend resultiert ein Malus von 750'000 Franken, wie es in der Mitteilung heisst.
Durchzogene Bilanz
In Sachen Sauberkeit auf Bahnhöfen und in Zügen fällt die Bilanz noch immer durchzogen aus. Die SBB bewege sich diesbezüglich im «neutralen Bereich», heisst es in der Mitteilung. Unter dem Strich resultierte deshalb weder ein Bonus noch ein Malus.
Unter dem Strich muss die SBB also dem ZVV einen Malus in der Höhe von 250'000 Franken entrichten. Im Vorjahr waren es 617'000 Franken. Der ZVV und die SBB seien weiter vom «grossen Nutzen» des Bonus-/Malussystems überzeugt. In der Vergangenheit habe dieses zu zahlreichen Verbesserungen geführt.