Noch sind die nächsten Wahlen fern. Erst im Frühjahr 2014 stehen kommunale Wahlen an, 2015 folgen dann die kantonalen. Wer erneut antritt und wer sich zurückzieht, ist noch offen. Er «gehe davon aus», dass Schul-und-Sport-Vorsteher Gerold Lauber wieder antrete, sagte Stadtparteipräsident Markus Hungerbühler. Lauber weilte am Donnerstag in den Ferien.

«anders als man denkt»

Die CVP ist «anders als man denkt» - so die Botschaft der Plakatkampagne. Sie will das leicht angestaubte Image zurecht rücken, wonach sich die CVP grösstenteils aus ältlichen katholischen Kirchgängern zusammensetzt. In Wirklichkeit sei die «heterogene Familienpartei» offen für alle Arten Menschen.

Dazu gehören alte und junge ungeachtet der Konfession und auch ungeachtet der sexuellen Ausrichtung, wie das erste Plakat verdeutlicht: Hungerbühler posiert dort mit seinem Freund, ein schwules Paar, das sich laut Plakat «in dieser Partei zuhause» fühlt.

Das Plakat hat bereits mediale Wellen geworfen, und Hungerbühler selbst sowie Kantonalpräsidentin Barandun erhielten unzählige Reaktions-E-Mails. Die meisten seien positiv gewesen, aber einige stammten aus der untersten Schublade, so Barandun. Nicht zufällig wurde gerade dieses Plakat als Auftakt zur Image-Kampagne gewählt - die öffentliche Aufmerksamkeit ist der Partei nun gewiss. Die Kampagne dauert rund ein Jahr.

Leerlauf Parlamentsbetrieb

Auf Stadtzürcher Ebene macht der CVP der Parlamentsbetrieb im Gemeinderat Sorgen. Der viele Leerlauf, die weitschweifigen Voten, die Unzahl an Vorstössen - da müsse man Gegensteuer geben, sagte Hungerbühler. Viele der Anliegen, welche als Vorstösse eingereicht würden, «könnte man mit einem Telefon erledigen».

Hungerbühler könnte sich eine Reduktion der Mitglieder genauso vorstellen wie eine Kürzung der Redezeit. Oder man könnte - wie im Kanton Aargau - jeweils vermerken, welche Kosten die Behandlung eines Vorstosses verursacht habe. Der Parteipräsident und Fraktions- Vize ist sich aber bewusst, dass die politischen Chancen, solche Bestrebungen zu verwirklichen, «relativ klein» sind.