Fahrweid
Aktualisiert am 20.02.12, um 06:09 von Marco Mordasini
 

Alle singen mit bei der Premiere von «Ich wott en Cervelat»

Die Idee für «ich wott en cervelat» kam Urs Rufer vor dem Einschlafen
Quelle: az Limmattaler Zeitung
Sieben Formationen, die auch in verschiedenen Zusammensetzungen spielten, sorgten an der Fahrweid-Stubete im Quartierzentrum Föhrenwäldli für Musikgenuss. von Marco Mordasini
 

Seit 2009 treffen sich die Freunde traditioneller Volksmusik in den Wintermonaten regelmässig im Quartierzentrum Föhrenwäldli zur «Stubete». Bisweilen profitieren die Formationen von spontanen Verstärkungen durch andere Musiker.

«Die Idee dazu kreierte unser ehemaliges Mitglied Hanspeter Hoppler, der uns leider im vergangenen Frühjahr für immer verlassen hat», sagt Hans Meier von den «Schwyzerörgelern vom Föhrenwäldli».

Wagnis Bühnenauftritt

Der Mut der Föhrenwäldli-Örgeler, nach 20 Jahren des Übens im Luftschutzkeller, eine Stubete zu organisieren, zahlte sich aus und sprach sich in der Szene schnell herum. So trafen am Freitag nicht weniger als sieben Musikformationen in der Fahrweid ein.

«Die positive Entwicklung ist natürlich sehr erfreulich, auch wenn nicht immer gleich viele Gäste und Musiker anwesend sind. Es wäre schön, wenn dieser Anlass Wurzeln schlagen könnte, denn es gibt in der Region nichts Vergleichbares», so Meier weiter. Aus diesem Grunde könnte die «Stubete» vielleicht bald im Sommer stattfinden. «Wir haben uns entsprechende Überlegungen gemacht», sagte Meier.

Genussvolle Premiere

An der «Stubete» spielten nicht nur Formationen aus dem Limmattal. Nein, auch die Stadt Zürich und der Kanton Aargau waren vertreten. Dabei sorgten die Örgeler vom Wasserschloss, dort wo Limmat, Reuss und Aare zusammenfliessen, für eine besondere Premiere. «‹Ich wott en Cervelat› ist mir vor rund einem Monat beim Einschlafen in den Sinn gekommen», erzählte Wasserschloss-Chef Urs Rufer.

Spontan zeigte sich dabei auch das Publikum, das den Refrain aus vollen Kehlen mitsang. Aber auch zu anderen Liedern wurde mitgesungen und mitgeschunkelt – ob zum «Schneewalzer» oder zu «Alles was bruuchsch, isch Liebi». Volkstümliche Klänge im Ohr und schmackhaftes Essen auf dem Teller, so rundeten Chäshörnli mit Apfelmus oder ein Wurstkäsesalat auch kulinarisch einen angeregten Musikabend genüsslich ab.

(az Limmattaler Zeitung)
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