Dabei werde sie nicht ihr Privatleben mit ihrem Beruf vermengen. Im übrigen habe ihr Mann heute kein öffentliches Amt mehr.
An der Pressekonferenz zum Start der französischen "Huffington Post" nahm auch die Gründerin der Online-Zeitung, Arianna Huffington, teil. Wie die erfolgreiche amerikanische Ausgabe versteht sich der französische Ableger nicht nur als Zeitung, sondern auch als Plattform für Kommentare und Blogs von Internetsurfern, unter ihnen mehr oder weniger bekannte Personen des öffentlichen Lebens.
Ihre Teilnahme haben bereits die ehemalige konservative Justizministerin und heutige Europaabgeordnete Rachida Dati sowie der sozialistische Abgeordnete Julien Dray (PS) angekündigt. Sie wollen für die "Huffington Post" Beiträge über den laufenden Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich schreiben. Mit Sinclair sicherten sich die Herausgeber eine erfahrene Journalistin, die unter anderem im französischen Fernsehen jahrelang eine beliebte Interview-Reihe moderiert hatte.
Nach der spektakulären Festnahme Strauss-Kahns im Mai in New York, wo ein Hotel-Zimmermädchen dem ehemaligen Hoffnungsträger der französischen Sozialisten versuchte Vergewaltigung vorgeworfen hatte, hielt Sinclair unerschütterlich zu ihrem Mann. Bei einer Mehrheit der Franzosen erntete sie dafür Bewunderung. Es gab aber auch kritische Stimmen, vor allem von Politikerinnen und Feministinnen. Später wurden die Ermittlungen gegen Strauss-Kahn eingestellt, weitere Vorwürfe wegen Sex-Affären folgten aber in Frankreich.