Peugeot zeigt auf dem Genfer Autosalon einmal mehr eine interessante Studie. Schön darf man sich also die Zukunft aus Frankreich vorstellen. Der „Instinct Concept“ kommt als „Shooting Break“ daher. Besonders auffällig sind die breiten Backen an der Hinterachse, die dem Instinct gepaart mit den grossen Rädern und der langen Motorhaube einen sehr stämmigen und sportlichen Auftritt verschaffen. Und das zurecht: Der Plug-in-Hybrid soll gemäss Angaben von Peugeot 300 PS leisten.

Einzigartig soll aber nicht primär der Antrieb der dank langgezogenen LED-Streifen in der Front grimmig blickenden Studie sein, sondern das Vernetzte Bord-Infotainment. Das Auto ist mit der Artik-Cloud von Samsung verbunden und wird somit permanent mit aktuellen Daten wie Verkehrsinfos, Wetter, oder Parkplatzbelegung versorgt. So kann das Auto seinem Fahrer beispielsweise eine frühere Abfahrtszeit vorschlagen, sollten dies die Verkehrsbedingungen erfordern. Zudem wird das Auto, genauso wie Smartphone, Tablet und PC, in die Cloud des Nutzers integriert und hat damit vollen Zugriff und kann zum Beispiel die Musik, die soeben noch im Wohnzimmer gespielt wurde nahtlos im Auto fortsetzen.

Auf Wunsch autonom

Auch bei Peugeot glaubt man an das autonome Fahren in der Zukunft. Der Fahrspass soll aber dadurch nicht verloren gehen. Denn, was schon das Design des Instinct deutlich macht, soll auch die Technik versprechen: Das Auto der Zukunft soll sich bei Peugeot ganz nach den Wünschen des Fahrers richten und entweder komplett autonom fahren, oder dem Piloten volle Freiheit lassen. Dafür stehen jeweils zwei Fahrprogramme zur Wahl: „Drive Boost“ und „Drive Relax“ für sportliches oder entspanntes Selberfahren, Autonomous sharp und soft für zügigeres oder gemächlicheres gefahren werden. Die Entscheidung soll aber nicht alleine beim Fahrer liegen müssen.

Intelligenter Löwe

Da der Instinct dank Cloud-Anbindung über die Informationen von Kalender, Smartwatch und Smartphone verfügt, kann das Auto regelrecht mitdenken und anhand dieser Informationen passende Vorschläge unterbreiten, die dem Besitzer das Leben erleichtern könnten.
So würde das Auto beispielsweise wissen, dass sein Fahrer sich am Vortag etwas wenig bewegt hat und daher Vorschlagen, 10 Minuten vom Büro entfernt zu parken und ein Stück zu Fuss zu gehen. Das Auto könnte wissen, dass sein Fahrer bis spät Abends noch Sport getrieben hat – und Vorschlagen, ihn wohlbehütet und voll autonom nach Hause zu fahren, sodass er sich bereits unterwegs erholen kann. Die Möglichkeiten erscheinen fast grenzenlos, sofern die entsprechenden Daten zur Verfügung stehen und der Fahrer diese auch freigibt.
Trotz aller Möglichkeiten möchte Peugeot den Kunden offenbar auch in Zukunft nicht bevormunden. Der Fahrer soll jederzeit selbst entscheiden können, betonen die Franzosen. Das Auto erteilt lediglich Vorschläge, die der Fahrer akzeptieren oder verwerfen kann.

Sprich mit mir

Sollte ein Wunsch aufkommen, den das Auto nicht vorhersehen kann, so darf der Fahrer dies dem Auto jederzeit mitteilen. Dafür steht den Insassen ein persönlicher Sprachassistent zur Verfügung. Der digitale Helfer soll natürliche Aussprache tadellos verstehen und Zugang zu zahlreichen Diensten ermöglichen. Er soll beispielsweise auf dem Weg zum Kino Tickets reservieren können.
Peugeot schlägt damit einen sehr digitalen Weg ein und zeigt, dass das Auto künftig nicht mehr nur mit Pferdestärken und Design punkten können wird. Es muss genauso intelligent werden, wie es auch Smartphone und Co. sind.